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Wachsende Kosten in der Altersvorsorge

Anstieg der Kosten für Garantien in der Altersvorsorge

Die Kosten für Garantien in der Altersvorsorge sind weiterhin ansteigend. Das ergaben Berechnungen von Professor Dr. Olaf Stotz von der Frankfurt School of Finance & Management („Garantiekosten in der Altersvorsorge 2017 – Update der Garantiekostenstudie“).

Für das Beispiel einer 25-jährigen Anlegerin, die bis zu ihrem Renteneintritt pro Monat 50 Euro in einen Sparplan einzahlt, ermittelte er im Dezember 2016 Opportunitätskosten in Höhe von 160.000 Euro. Im Verlauf des zurückliegenden Jahres fiel dieser Wert sogar noch höher aus.

Fazit: Es werden Alternativen in der Altersvorsorge gefordert.
 

Ein langfristiger Aktiensparplan fällt nach wie vor mit einer äußerst geringen Wahrscheinlichkeit unter das Niveau der eingezahlten Beiträge. Je länger der Anlagehorizont, desto geringer ist diese Verlustwahrscheinlichkeit. Eine Beitragsgarantie erweist sich, gemessen an den entgangenen Erträgen, als vergleichsweise teuer. Mit zunehmender Anlagedauer steigt der Preis der Absicherung. Für Anleger mit einer langfristigen Planung sinkt damit das Preis-Leistungsverhältnis.

Es werden Alternativen in der Altersvorsorge gefordert.

Daraus leitet der Studienautor die Schlussfolgerung ab, über Beitragsgarantien in der Altersvorsorge ernsthaft nachzudenken. In der Riester-Rente ist eine solche Beitragsgarantie gesetzlich vorgeschrieben. Selbst Anleger mit rationalem Verhalten, denen die Kosten von Garantien bewusst sind, können keine Alternative in der geförderten Altersvorsorge wählen. Daher gipfelt die Studie in der Forderung, flexiblere Gestaltungen in der Altersvorsorge zuzulassen.


Quelle: DIA-Altersvorsorge, Klaus Morgenstern